Draußen unterwegs: KI ist kein Ersatz für den Menschen

Auch im Caravaning-Handel werden KI-Anwendungen bereits jetzt als Werkzeuge zur Lösung konkreter Probleme eingesetzt. Manuela Brecht, Geschäftsführerin von Brecht Caravan aus Heilbronn, sieht KI als festen Bestandteil einer zukunftsorientierten Unternehmensstrategie – und betont gleichzeitig, wo es analog bleiben muss.

 

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Koblenz, 14. Juli 2026. Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Erfolgsfaktor in vielen Unternehmen. Auch im Caravaning-Handel werden KI-Anwendungen bereits jetzt als Werkzeuge zur Lösung konkreter Probleme eingesetzt. Manuela Brecht, Geschäftsführerin von Brecht Caravan aus Heilbronn, sieht KI als festen Bestandteil einer zukunftsorientierten Unternehmensstrategie – und betont gleichzeitig, wo es analog bleiben muss. 

Gerade in der Caravaning-Branche stehen Händler aktuell vor wachsenden Herausforderungen: Eine immer größere Modell- und Produktvielfalt, komplexere Fahrzeugtechnik und steigende Kundenerwartungen verlangen nach neuen Lösungen. Für Manuela Brecht ist deshalb klar: Digitale Technologien und KI müssen dort ansetzen, wo sie den größten Mehrwert schaffen: „Unser Ziel ist es, dass sowohl unsere Mitarbeiter als auch unsere Kunden jederzeit auf verlässliche Informationen zugreifen können.“ 

Mehr Orientierung im Handel 

Bei Brecht Caravan kommen dafür verschiedene KI-basierte Lösungen und digitale Self-Service-Systeme zum Einsatz. KI-Assistenten unterstützen die internen Abläufe im Betrieb, Telefonbot „MIA“ übernimmt den ersten Kundenkontakt sowie wiederkehrende Anfragen außerhalb der Telefonzeiten. Mit dem digitalen QR-System „Zwilling“ erhalten Kunden relevante Informationen, Erklärungen und Anleitungen zu Fahrzeugen und Fahrzeugfunktionen. „Das System ergänzt unsere persönliche Einweisung optimal und bietet schnelle Unterstützung auf einen Klick – auch ohne KI.“ So lassen sich viele Fragen direkt beantworten, ohne auf die Zeit und Expertise einzelner Mitarbeiter zurückgreifen zu müssen. 

Was sagen die Kunden zur KI? 

Kunden reagieren unterschiedlich auf die neuen Serviceleistungen: Während der digitale QR-Code bereits regelmäßig zum Einsatz kommt und fest etabliert ist, reagieren manche Kunden auf den KI-gestützten Telefonbot „MIA“ noch zurückhaltend. „Kunden sind anfangs überrascht, dass sie mit einer KI sprechen“, berichtet Manuela Brecht. Dabei ersetzt die Telefon-KI nicht die persönliche Beratung, sondern ergänzt diese lediglich: „Viele wiederkehrende Fragen werden automatisiert beantwortet oder die benötigten Informationen sind sofort verfügbar.“ Eine Entwicklung, die insbesondere die Mitarbeitenden stark entlastet und ihnen mehr Freiraum für eine maßgeschneiderte und kompetente Kundenberatung ermöglicht. 

KI begleitet den gesamten Prozess 

Und wie sieht das Ganze in Zukunft aus? Für Manuela Brecht steht fest, dass KI und digitale Informationssysteme den Caravaning-Handel nachhaltig verändern werden: „In fünf Jahren wird KI den gesamten Prozess begleiten – vom ersten Interesse bis weit über den Fahrzeugkauf hinaus.“ Von der Auswahl des passenden Fahrzeugs über die Erklärungen zu Fahrzeugfunktionen bis hin zu Fehlerdiagnose und Wartung: Digitale Self-Service-Systeme und lösungsorientierte KI-Anwendungen sind aus Händlersicht nicht mehr wegzudenken. Besonders in den Bereichen Service, Werkstatt und interner Wissensvermittlung sieht Manuela Brecht hier noch großes Potenzial. Auch bei der Terminvorbereitung, der Angebotserstellung und der Unterstützung im After Sales-Service sollen Mitarbeitende künftig noch gezielter unterstützt werden. 

Weniger Zeit für Routine – mehr Zeit für den Menschen 

Trotz aller technologischen Möglichkeiten soll bei Brecht Caravan eines analog bleiben: die persönliche Beratung. „KI ist ein wertvoller Assistent, aber kein Ersatz für den Menschen“, betont Manuela Brecht. Deshalb bleiben Beratungsgespräche, wichtige Entscheidungen und der direkte Austausch mit den Kunden Aufgabe der Mitarbeitenden. Denn: „KI ersetzt bei uns keine Mitarbeiter – sie verschafft ihnen Zeit.“

Für Manuela Brecht gehört KI zum Alltag dazu und ermöglicht mehr Zeit für die persönliche Beratung. 

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